Synodaler Weg – Aufbruch oder Sackgasse?

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Datum:
Mittwoch, 6. Oktober 2021 19:00 - 21:00
Art bzw. Nummer:
A 33297
Ort:
Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

Angesichts der aktuellen Krise der katholischen Kirche in Deutschland haben Bischöfe und Laien einen gemeinsamen Reformweg beschlossen. Sie wollen die Kirche zukunftsfähig machen und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Es geht um Gewaltenteilung, ums Amtsverständnis, die Rolle von Frauen und die katholische Sexualmoral. So weit so revolutionär. Allerdings haben die Beschlüsse der Synodalversammlung, keinen rechtsverbindlichen Charakter, sondern stellen lediglich eine „Empfehlung“ dar. Kann der Synodale Weg die Kirche in Deutschland also wirklich verändern? Wie offen ist das Ergebnis des Synodalen Weges und wo liegen die Chancen im Prozess? Wie steht es um die Zukunft der Kirche wenn der Synodale Weg scheitert und die Hoffnungen der Gläubigen auf Veränderung schon wieder enttäuscht werden? 

 

Angesichts der aktuellen Krise der katholischen Kirche in Deutschland haben Bischöfe und Laien einen gemeinsamen Reformweg beschlossen. Sie wollen die Kirche zukunftsfähig machen und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Anstoß des Synodalen Weges war die Veröffentlichung der MHG Studie und der tief sitzende und anhaltende Schock über den darin offenbarten sexuellen Missbrauch katholischer Priester an Minderjährigen. 

Doch der Synodale Weg hat nicht nur die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals zum Ziel, sondern will die kirchlichen Strukturen grundsätzlich reformieren. Dies wird an den Themen der vier Synodalforen deutlich. Es geht um Macht und Machtbegrenzung, beziehungsweise Gewaltenteilung, um Amt und Amtsverständnis, sowie um die Rolle von Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche. Außerdem will der Synodale Weg die katholische Sexualmoral auf den Prüfstand stellen.

„Wir wollen eine hörende Kirche sein.“ So äußerte sich der damalige Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Kardinal Marx im Frühjahr 2019. Es gelte „frei zu werden von Blockierungen des Denkens.“ 

So weit so revolutionär. Gleichzeitig haben die Beschlüsse der Synodalversammlung, laut Art. 11. Absatz 5 der Satzung des Synodalen Weges, keinen rechtsverbindlichen Charakter, sondern stellen lediglich eine „Empfehlung“ dar. Damit bleiben die Entscheidungsbefugnisse der deutschen Bischöfe unangetastet. Ebenso riskieren „Beschlüsse, deren Themen einer gesamtkirchlichen Regelung vorbehalten sind“ (Art. 12, Abs. 2) ein Veto aus Rom.

Kann der Synodale Weg die Kirche in Deutschland also wirklich reformieren? Wie offen ist das Ergebnis und wo liegen die Chancen im Prozess? Wie steht es um die Zukunft der Kirche wenn der Synodale Weg scheitert und die Hoffnungen der Gläubigen auf Veränderung schon wieder enttäuscht werden? 

Darüber diskutieren Prof. Dr. Thomas Schüller von der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster, Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und Präsidentin des Synodalen Weges, sowie Joachim Frank Chefkorrespondent der DuMont Mediengruppe und Mitglied der Chefredaktion beim „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die Veranstaltung wird analog in der Bischöflichen Akademie in Aachen stattfinden. Zeitgleich wird sie im Katholischen Forum in Mönchengladbach live übertragen. Auch ein Livestream im Netz wird angeboten. Wir behalten uns vor das Format den Pandemiebedingungen anzupassen.

Weitere Informationen

Organisation

Veranstalter

Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen

Leitung

Barbara Brockmann

Inhaltliche und konzeptionelle Mitwirkung: Lucia Traud (Katholisches Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Heinsberg, Mönchengladbach)

Referent/in

Karin Kortmann (Vizepräsidentin des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK))  

Prof. Dr. Schüller (Universitätsprofessor für Kirchenrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Direktor des dortigen Insituts für Kanonisches Recht (IKR))

Joachim Frank (Chefkorrespondent der DuMont Mediengruppe und Chefredakteur beim „Kölner Stadt-Anzeiger“)

Kosten

  Der Teilnehmer*innenbeitrag ist freiwillig.
 

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Anmeldung

 

Bitte melden Sie sich über den Anmeldebutton auf dieser

Seite an, bei Rückfragen kontaktieren Sie gerne:

 

Frau Anne Schoepgens

  0241/47996-25
  anne.schoepgens@bistum-aachen.de
  Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen
  Anmeldeschluss: 29.09.2021

Veranstaltungsanmeldung 

 

 

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