Stadtrundgang- Kolonialismus in Aachen.

Verbindungen. Verflechtungen. Nachwirkungen.

379px-Toussaint_Louverture (c) Wikimedia
Datum:
Samstag, 25. September 2021 9:00 - 15:00
Art bzw. Nummer:
A 32352
Ort:
Innenstadt Aachen und Bischöfliche Akademie

Sie mögen Stadtrundgänge, setzen sich gerne mit historischen Orten und Quellen auseinander und wollen mehr über die Kolonialzeit in Aachen erfahren? Dann besuchen Sie diesen Stadtrundgang, der vom Beginn des 16. Jahrhunderts an einen historischen Bogen in die heutige Zeit spannt und die vielfältigen Aspekte des (post-)kolonialen Aachens aufzeigt.

 

Vor etwas mehr als einhundert Jahren musste das Deutsche Reich seine Kolonien an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs abtreten. Andere europäische Staaten hielten noch bis in die 1960er und 1970er Jahre an ihren Kolonialreichen fest. Auch wenn Kolonialismus in der öffentlichen Wahrnehmung bisher nur ein Randthema ist, so wirken dessen Folgen bis heute nach. Diese müssen thematisiert werden, um die Zusammenhänge der globalisierten Welt zu verstehen: Die ungerechte Verteilung von Wohlstand, ungleiche Handelsbeziehungen sowie autoritäre Regime und gewaltsame Konflikte in ehemaligen Kolonien. Zudem sind eurozentrische und rassistische Denkweisen noch in vielen gesellschaftlichen Bereichen verbreitet und die Dekolonialisierung der Köpfe ist noch lange nicht abgeschlossen.

Das koloniale Projekt des deutschen Reiches prägte nicht nur Metropolen wie Hamburg oder Berlin. Auch eine Stadt wie Aachen war durch ihre Hochschule, die Missionsvereine und kolonialen Agitationsverbände sowie die Kolonialwarenläden vielfach mit dem Kolonialismus verbunden, der auch in der Alltagskultur durch Kolonialfeste, Völkerschauen oder Stücke der Aachener Puppenspiele („Öcher Schängche“) präsent war. Der Rundgang durch das postkoloniale Aachen spürt diesen heute weitgehend vergessenen Orten, Menschen und Ereignissen nach und erzählt ihre Geschichten anhand zahlreicher Abbildungen und Dokumente aus Aachener Archiven. Kleine Exkurse verdeutlichen dabei die Perspektive der Menschen in den Kolonien. Im Anschluss an den Rundgang findet eine Reflexion und thematische Vertiefung in der Bischöflichen Akademie statt. 

 

Neu am 25.09.2021: Vor Beginn des Stadtrundgangs wird John Mukiibi eine thematische Einführung in der Akademie geben. Beginn ist daher schon um 9.00 Uhr in der Akademie.

 

John Mukiibi ist als Sozialpädagoge im Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Aachen tätig. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Demokratieförderung und in der Rassismuskritischen Bildungsarbeit. Im Rahmen seiner Masterthesis setzte er sich mit der Notwendigkeit einer Postkolonialen Bildungsarbeit auseinander. Außerdem engagiert er sich sowohl in der menschenrechtsbezogenen Bildungsarbeit als auch im Bereich des Empowerments. 

 

Nach Verstreichen der Online-Anmeldefrist ist eine Anmeldung nur noch per E-Mail oder telefonisch möglich.

 

Programm

09.00 Uhr  Thematische Einführung in der Bischöflichen Akademie
10:00 Uhr  Beginn Stadtrundgang 
12:30 Uhr  Mittagessen in der Bischöflichen Akademie (im Tagungsbeitrag mit inbegriffen)
13:30 Uhr  Seminar - Reflexion und thematische Vertiefung
15:00 Uhr  Ende des Seminars 

 

Referent

John Mukiibi, Sozialpädagoge, Kommunales Integrationszentrum der Stadt Aachen

 

Weitere Informationen

Organisation

Veranstalter Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen
Leitung Dr. Laura Büttgen
Referent/in John Mukiibi, Sozialpädagoge

Kosten

20,00 € / 15,70 €*

Tagungsbeitrag

 

*Die Ermäßigung gilt für Schüler/innen, Studierende (in der Erstausbildung), Grundsicherungsempfänger/innen und Arbeitssuchende.
Bitte legen Sie einen Nachweis bei Ihrer Anreise vor.

Anmeldung

 

Bitte melden Sie sich über den Anmeldebutton auf dieser

Seite an, bei Rückfragen kontaktieren Sie gerne:

 

Frau Anne Schoepgens

  0241/47996-25
  anne.schoepgens@bistum-aachen.de
  Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen
  Anmeldefrist: 21.09.2021

 

Nachmeldungen zu stattfindenden Veranstaltungen können bis zu 4 Tage vor Beginn angenommen werden. 

Bei Verhinderung bitten wir um Nachricht (möglichst bis fünf Tage vor Veranstaltungsbeginn). Andernfalls müssen wir Ihnen den vollen Betrag der jeweiligen Gebühr in Rechnung stellen.

Anmeldung für Ein- oder Mehrtagesveranstaltung

 


Details zur Veranstaltung


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