Ausstellungseröffnung „70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“

In Zusammenarbeit mit Amnesty International

Eleanor Roosevelt und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1948 (c) Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1948 (Wikimedia)
Eleanor Roosevelt und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1948
Datum:
Freitag, 23. Oktober 2020 16:30 - 18:00
Art bzw. Nummer:
A 31940
Ort:
Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

Die Geschichte der Menschenrechte ist auch eine Geschichte wiederkehrenden Zorns. Würden Menschen andere Menschen nicht seit Urzeiten misshandeln und unterdrücken, gäbe es kein Problem.

 

Die Bedeutung universeller Rechte wird vor allem dort deutlich, wo Ungerechtigkeiten besonders groß sind. Die Schwarze Rosa Parks, die sich 1955 in den USA weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen Weißen zu räumen, die chinesischen Protestierenden, die 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens Demokratie und Meinungsfreiheit forderten, aber auch Sahin Alpay und Mehmet Altan, zwei türkische Journalisten, die sich 2018 erfolgreich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen ihre Inhaftierung wehrten – sie alle beriefen sich zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten auf die gleichen Grundsätze.

Vor 70 Jahren entstand ein Text, der seine Kraft bis heute entfaltet. Die Staaten der Vereinten Nationen verabschiedeten am 10. Dezember 1948 die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ – 30 Artikel, die das Bild einer Welt skizzieren, in der alle frei und friedlich miteinander leben können. Die Erklärung war revolutionär, weil sie erstmals allen Menschen auf der Erde die gleichen Rechte garantierte.

Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ bleibt revolutionär, weil auf sie verbindliche Menschenrechtspakte folgten, auf die sich Menschen in sehr vielen Ländern berufen können. Immer wieder konnten die Menschenrechte so staatlicher Willkür Einhalt gebieten. Und schon damals wurden elementare Rechte fest verankert – wie zum Beispiel das Recht auf Privatsphäre, das heute im Zeitalter der Digitalisierung wieder hochaktuell ist.

Es ist nicht so, als wäre nach 1948 schlagartig alles besser geworden. Die Geschichte der Menschenrechte ist auch die Geschichte ihrer Missachtung. Fortschritt kommt in Wellen, er ist nicht linear. Staaten haben die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ zwar vor 70 Jahren erschaffen, doch es scheint, als wären sie gegenwärtig nicht sonderlich an ihrer Weiterentwicklung interessiert. Im Gegenteil: Viele Regierungen sehen sich nicht mehr an ihre Verpflichtungen gebunden.

Deshalb ist das Engagement Einzelner wichtiger als je zuvor – sei es im persönlichen Umfeld oder im politischen Raum. Denn nur, wenn wir zu jeder Zeit und an jedem Ort auf die universellen Prinzipien pochen und wir denen den Rücken stärken, die sich tagtäglich für die Rechte anderer einsetzen, können wir die Vision der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ bewahren.

Um einen Beitrag zu leisten, die Vision von universellen Rechten, die für alle und jede und jeden gelten, zeigen wir diese Ausstellung. Sie blickt auf einzelne Menschenrechte sowie Ereignisse und Persönlichkeiten, die exemplarisch für die Entwicklungen in den vergangenen 70 Jahren stehen. 30 Bilder können der Komplexität dieses Thema nicht annähernd gerecht werden – sie setzen vielmehr Schlaglichter, die uns an Meilensteine und an Rückschläge erinnern, und auch daran, von welchen Rechten viele von uns tagtäglich Gebrauch machen.

Dr. Christiane Bongartz, Direktorin der Bischöflichen Akademie, und Stefan Keßler, stellvertretender Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdiensts Deutschland, werden in die Ausstellung einführen. 

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bischöflichen Akademie vom 23. Oktober bis 20. November 2020 besucht werden.

Ansprechpartnerin für die Inhalte der Ausstellung:
Ingeborg Heck-Böckler 
(heck-boeckler.nrw.asyl@amnesty-landesbeauftragte.de)

 

Nach Verstreichen der Online-Anmeldefrist können Sie sich noch telefonisch oder per Email anmelden.

 

Weitere Informationen

Organisation

Veranstalter Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen
Leitung Dr. Laura Büttgen
Referent/in

Dr. Christiane Bongartz, Direktorin, Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, Deutschland;
Ingeborg Heck-Böckler, Fachkommission Asyl, Amnesty International, Belgien;
Stefan Keßler, stellvertretender Direktor, Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland


 

Kosten

kostenfrei  

Anmeldung

  Frau Anne Schoepgens
  0241/47996-25
  anne.schoepgens@bistum-aachen.de
  Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen
  Anmeldefrist: 21.10.2020

 

Wir bitten um schriftliche Anmeldungen (unter Verwendung der Tagungsnummer) bis zum 20.10.2020. Nachmeldungen zu stattfindenden Veranstaltungen können bis zu einem Tag vor Beginn angenommen werden. Neukund/inn/en melden sich bitte über unsere Homepage an: www.bak-ac.de .

Bei Verhinderung bitten wir um Nachricht (möglichst bis einem Tag vor Veranstaltungsbeginn). 

Vom 24. Oktober 2020 bis zum 17. November 2020 bitten wir um schriftliche Anmeldung bis zu 4 Tage vor dem geplanten Besuch der Ausstellung (wegen Einhaltung des Hygienekonzepts der Akademie). Bei Verhinderung bitten wir um eine kurze Nachricht.

 

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Veranstaltungsanmeldung 

 

 

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