Die letzte Zuflucht- Kirchenasyl als Menschenrechtsschutz

(c) Netwzerk Kirchenasyl Münster
Datum:
Dienstag, 27. September 2022 18:00 - 21:00
Art bzw. Nummer:
A 34952
Von:
Dies ist eine Kooperationveranstaltung mit dem Netzwerk Kirchenasyl in der Kirche in NRW
Ort:
Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

Der Schutz von Geflüchteten ist schon lange ein zentraler Streitpunkt in der EU. Einig sind sich die EU-Staaten vor allem, wenn es darum geht, die europäischen Grenzen zu schützen und Europa vor Einwanderung aus anderen Ländern abzuschotten. Doch seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ist plötzlich alles anders. Am 3. März 2022 einigten sich die EU-Innenminister darauf, Geflüchtete aus der Ukraine schnell und unbürokratisch aufzunehmen. Die Menschen bekommen ein Aufenthaltsrecht für ein Jahr, ein Anrecht auf Sozialleistungen und eine Arbeitserlaubnis. Das alles ohne lange Asylverfahren und Unsicherheiten.

Was Europa den Geflüchteten aus der Ukraine bietet, löst vieles ein, wofür die Kirchen und zivilgesellschaftliche Akteure lange gekämpft haben. Aber was ist mit den Menschen aus anderen Herkunftsländern, die genau das Gleiche suchen: Schutz vor Krieg und Elend? Europa läuft Gefahr, zwei Klassen von Geflüchteten zu schaffen, wenn Frauen und Kinder aus der Ukraine anders behandelt werden, als Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, Somalia oder Eritrea. Universelle Menschenrechte können nur verteidigt werden, wenn alle Bedrohten Schutz bekommen können.

Die Zahl der Abschiebungen von schutzsuchenden Menschen aus NRW ist bundesweit am höchsten und die rechtlichen Spielräume, um inhumane Härten durch Abschiebungen für die Betroffenen zu verhindern, sind aufgrund der Asylrechtsverschärfungen in den letzten Jahren immer stärker eingeschränkt worden. Oftmals ist dann das Kirchenasyl die letzte Zufluchtsmöglichkeit, um Menschen eine Perspektive zu ermöglichen und inhumane und
erniedrigende Situationen abzuwenden. Die Praxis des Kirchenasyls ist vielerorts bereits verbreitet, zugleich gibt es oft auch nur wenig Kenntnis über das Kirchenasyl in Flüchtlingsinitiativen, bei engagierten Ehrenamtlichen und in Kirchengemeinden.

Im Rahmen der Abendveranstaltung soll das Kirchenasyl als Praxis des Menschenrechtsschutzes vorgestellt, seine politisch-theologische Begründung diskutiert und über die praktische Umsetzung informiert werden. 

Weitere Informationen

 

Organisation

Veranstalter 

Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen

 

Leitung

Barbara Brockmann, Dozentin Bischöfliche Akademie

 

Referent*innen: 

Benedikt Kern (Institut für Theologie und Politik / Ökumenisches
Netzwerk Asyl in der Kirche in NRW)

Andreas Funke (Flüchtlingsseelsorger, Referent für Seelsorge mit
Geflüchteten im Bistum Aachen)

 

Kosten

Diese Veranstaltung können wir Ihnen kostenfrei anbieten.

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über den Anmeldebutton auf dieser Seite an, bei Rückfragen kontaktieren Sie gerne:

Frau Paula Böker
0241/ 47 99 6- 33
paula.boeker@bistum-aachen.de 

Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

 

Anmeldeschluss: 20.09.2022

 

 

Veranstaltungsanmeldung 

 

 

Details zur Veranstaltung

 

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