„Hinzu kam auch noch die Pest"*

AUSGEBUCHT - AUFNAHME IN WARTELISTE MÖGLICH

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Datum:
Freitag, 6. November 2020 17:00 - Samstag, 7. November 2020 17:00
Art bzw. Nummer:
A 30919
Ort:
Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

Der Niedergang des Römischen Weltreiches. <br />Umbrüche und Krisen in der Spätantike, Deutungen und Folgen

Den Niedergang des Römischen Reiches und den Umgang von Gesellschaft und Kirche mit Krisen und Wandel am Ende der Spätantike werden wir an diesem Wochenende mit dem Kirchenhistoriker Prof. Dr. Rist diskutieren.

* Prokop von Caesarea, Anekdota XVIII 44

 

Bild: Die Statue des Erzengels Michael hoch auf der Engelsburg in Rom soll bis heute an die größte Pandemie der Antike erinnern: die Justinianische Pest, benannt nach dem oströmischen Kaiser Justinian. Die Krankheit breitete sich vom östlichen Mittelmeerraum ausgehend bis nach Gallien und auf die Britischen Inseln aus. Ihre langfristigen Auswirkungen werden bis heute kontrovers disktuiert. 

 

Völkerwanderung, Naturkatastrophen und Klimaveränderungen erschütterten die Welt der Spätantike. Auf dem Boden des 476 untergegangenen Weströmischen Reiches entstanden neue germanische Staaten. Um theologische Antworten auf die Krisen seiner Zeit rang u.a. Kirchenvater Augustinus in seinem Werk „Der Gottesstaat". Heute werden eine Reihe von Gründen für den Niedergang diskutiert: in jüngster Zeit werden insbesondere Veränderungen der Umwelt und des Klimas ins Gespräch gebracht. 

Zum ersten Geschichtsschreiber einer Pandemie wurde der im Titel zitierte Prokop von Caesarea. Um 541 brach im östlichen Mittelmeerraum die Pest aus, erreichte rasch Konstantinopel und sorgte in mehreren Wellen dafür, dass 20 bis 50% (je nach Schätzung) der Bevölkerung verstarben. Die langfristige Schwächung des Oströmischen Reiches gilt heute als ein Faktor, warum sich der Islam bereits im 7. Jahrhundert so rasch ausbreiten konnte. 

 

Referent Prof. Dr. Josef Rist ist Inhaber des Lehrstuhls für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie an der Ruhr-Universität Bochum und Leiter der Sektion für die Kunde des Christlichen Orients der Görres-Gesellschaft. 

 

 

 

Freitag, 6. November

17.00 Uhr Die Welt der Spätantike: Ende und Anfang

18.00 Uhr Abendessen

19.00 Uhr Kaiser Justinian und die Pest


Samstag, 7. November

ab 8.00 Uhr Frühstück

9.00 Uhr Die Völkerwanderung und das Ende des Weströmischen Reiches

10.30 Uhr Pause: Kaffee/Tee

ca. 10.45 Uhr Eine theologische Antwort auf die Krise: „Der Gottesstaat“ des Aurelius Augustinus

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr Der Zerfall des oströmischen Reiches und die frühe Ausbreitung des Islam

15.00 Uhr Kaffee/Kuchen

15.30 Uhr Offene Fragen, Diskussion

Ende 17.00 Uhr

 

 

 

Nach Verstreichen der Online-Anmeldefrist können Sie sich noch telefonisch oder per Email anmelden.

 

Weitere Informationen

Organisation

Veranstalter Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen
Leitung Katrin Rieger
Referent/in Prof. Dr. Josef Rist, Bochum

Kosten

 81,50 € Tagungsbeitrag / Verpflegung / EZ
 48,50 €
Tagungsbeitrag /Verpflegung

Anmeldung

  Frau Anne Schoepgens
  0241/47996-25
  0241/47996-10
  anne.schoepgens@bistum-aachen.de
  Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen
  Anmeldefrist: 27.10.2020

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