Ikonen - Ein Malkurs

Praxis und Theologie einer jahrtausendealten Tradition

(c) Karl Selig
Datum:
Montag, 20. März 2023 18:00 - Sonntag, 26. März 2023 9:30
Art bzw. Nummer:
A 34281
Ort:
Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

Der Kurs vermittelt Grundlagen der traditionellen Ikonenmalweise sowie theologische, spirituelle und geschichtliche Hintergründe zum Ikonenmalen.              

Im Kurs erlernen Sie das Vergolden mit Blattgold und die traditionelle Maltechnik mit Eitemperafarben. Jeden Tag arbeiten wir sechs Stunden an einer Ikone. An zwei Abenden werden wir in Werkstattvorträgen mehr über Spiritualität, Symbolik, Kunstgeschichte, Theologie und die liturgische Verankerung der Ikonen im orthodoxen Gottesdienst erfahren. Der Kurs ist so konzipiert, dass Anfänger/innen und Fortgeschrittene gleichermaßen daran teilnehmen können.

Der Kurs beginnt am Montag mit dem Abendessen und einem Einführungsvortrag. Der Ikonenmalkurs schließt mit einer kleinen Ikonensegnungsfeier am Samstag nach dem Abendessen. Für Teilnehmer/innen ohne Übernachtung endet der Kurs am Samstagabend. Für   Teilnehmer/innen, die mit Übernachtung gebucht haben, ist noch eine Übernachtung auf Sonntag und ein Frühstück am Sonntagmorgen im Preis enthalten. 

Kurszeiten

ab 08.00 Uhr Frühstück

08.45 Uhr Orgelmeditation in der Kapelle (Hemmerle-Haus)

09.00 Uhr Maleinheit

12.15 Uhr Mittagessen

14.30 Uhr Kaffee / Kuchen

15.00 Uhr Maleinheit

18.00 Uhr Abendessen

19.00 Uhr an einigen Abenden nach Absprache Werkstattvortrag

 

Hinweis für Anfänger/innen
Ikonenmalen ist eine alte Handwerkskunst. Sie erlernen im ersten Kurs die grundlegenden Techniken des Ikonenmalens an einer Marienikone. Die einzelnen Arbeitsschritte sind vom Referenten so vorbereitet, dass dies für Anfänger/innen in einer Woche gut schaffbar ist. Es ist notwendig, dass Sie an an allen Arbeitseinheiten, die aufeinander aufbauen, teilnehmen. Am Ende der Woche können Sie eine fertige Ikone mit nach Hause nehmen. 

Material
Einige Wochen vor Kursbeginn erhalten Sie eine komplette Materialliste. Haushaltsübliche Dinge (z.B. Schreibtischlampe, Wasserglas, Bleistift) bitten wir Sie, selber mitzubringen. Alle Spezialmaterialien (Malbrett, Blattgold, Pigmente usw.) können in Kleinstmengen beim Referenten erworben werden. Neue Teilnehmer/innen planen bitte ca. 80 Euro für Materialkosten ein. 

 

Warum wir von „Ikonen malen“ und nicht von „Ikonen schreiben“ sprechen ...
Als recht junge Wortschöpfung im westlichen Sprachraum hat der Begriff „Ikonenschreiben“ Verbreitung gefunden, mit dem stark idealisierende Vorstellungen verbunden sind. 


Wie kommt es dazu? Das fragliche griechische Wort heißt „grapho“ (1.P.Sing) und kann im Deutschen mit ritzen/ malen / schreiben übersetzt werden. Aus historischen Gründen wird zwischen diesen Begriffen nicht unterschieden. Mit dem Verb wird gekennzeichnet, dass man eine Wirklichkeit aus Bildern und Schrift in irgendeiner Form auf Papier, Stein, Ton o.ä. aufbringt. Als Fremdwort findet sich „grapho“ im Deutschen in „gravieren“ wieder. Hier schwingt noch die Erinnerung mit, dass Texte und Bilder in der Antike in Scherben eingeritzt oder in Stein gemeißelt wurden. Im Griechischen geschieht die Präzisierung – ob ich etwas male, schreibe oder ritze – durch den Gegenstand oder das Werkzeug. Das Deutsche verfügt in jedem der Fälle über eigene Verben. Da Ikonen mit Pinsel und Farbe hergestellt werden, macht es Sinn, hier das Verb „malen“ zu verwenden und von „Ikonenmalen“ zu sprechen. 


Für manche ist die Bezeichnung „Ikonenschreiben“, statt der naheliegenden Übersetzung „Ikonenmalen“, auch ein Hinweis auf die besondere Heiligkeit der Bilder. Diese Unterscheidung kennt das Griechische nicht. Ein Ikonenmaler ist ein Hagiographos (Heiligenmaler). Ein profaner Maler ist ein Zographos (Lebensmaler). Wenn man aus einem griechischen Ikonenmaler einen Ikonenschreiber macht, müsste man korrekter Weise auch profane, griechische Maler im Deutschen als „Porträtschreiber“ oder „Landschaftsschreiber“ bezeichnen. 

Organisation

Veranstalter 

Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen

 

Leitung          

Katrin Rieger, Dozentin, Bischöfliche Akademie 

 

Referent/in   

Mag. Theol. Abraham Selig unterrichtet seit vielen Jahren Ikonenmalen im gesamten deutschsprachigen Raum. Er studierte Theologie mit Schwerpunkt auf den orthodoxen Kirchen und Kunstgeschichte. Bei griechischen Ikonenmalern in Paris und auf dem Berg Athos erlernte er die Ikonen-Maltechnik. 

 

Kosten

416,00 € Kursgebühren, Vollverpflegung

558,40 €  Kursgebühren, Vollverpflegung, Doppelzimmer

618,40 €  Kursgebühren, Vollverpflegung, Einzelzimmer

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über den Anmeldebutton auf dieser

Seite an, bei Rückfragen kontaktieren Sie gerne:

Frau Anne Schoepgens

0241/ 47 99 6- 25

anne.schoepgens@bistum-aachen.de

 

Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

 

Anmeldeschluss: 10.03.2023

 

Alles rund um die Anmeldung und die Stornierung finden Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

5+ Plätze frei

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