Kulturelle Bildung postkolonial

Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe „Aachen postkolonial. Verbindungen. Verflechtungen. Nachwirkungen“

Kulturelle Bildung bei Kindern (c) pixaaby
Datum:
Dienstag, 9. Dezember 2008 18:00 - 20:00
Art bzw. Nummer:
A 33245
Von:
Bündnis "Aachen postkolonial"
Ort:
Bischöfliche Akademie
Leonhardstraße 18-20
52064 Aachen

Ein Werkstattgespräch über Perspektiven für eine rassismuskritische und an Diversität interessierte Kulturarbeit.

Kulturelle Bildung ist für viele Menschen ein geläufiger Begriff und dennoch fällt es den meisten schwer ihn zu definieren. Allgemein gesagt ist alles, was mit künstlerischen Medien im weiteren Sinne in Bildungskontexten passiert, Kulturelle Bildung: z.B. das Grafitti-Projekt in der Schule, das Chorprojekt in einem Stadtteil, die Bücherkiste in der Kita und die Malwerkstatt im Museum. Mit Angeboten der Kulturellen Bildung werden insbesondere Kinder und Jugendliche adressiert, gerade auch junge Menschen, die als „bildungsfern“ und gesellschaftlich benachteiligt wahrgenommen werden. 

Aus einer rassismuskritischen und an Diversität interessierten Perspektive ist allerdings auffallend, dass sich in solchen Angeboten der Kulturellen Bildung auch koloniale Kontinuitäten abbilden. Hierzu zählen zum einen Rassifizierungen, also Prozesse und Strukturen von Kategorisierung, Stereotypisierung und implizierte Hierarchisierung von Menschen. Zum anderen werden häufig eurozentristische Annahmen zur Überlegenheit von Künsten und Kulturen getätigt. Außerdem werden Vorstellungen eines geschlossenen Kulturverständnisses mit vornehmlich deutschen, europäischen und westlichen Perspektiven , Werken und Werten vermittelt. 

Es wird jedoch Zeit, eine künstlerisch-ästhetische Bildungspraxis zu fördern und fordern, die eine offene und wertschätzende Haltung zulässt, beispielsweise hinsichtlich vielfältiger Bilder und Narrative aus nicht-europäischen Kulturräumen. 

Im Rahmen eines Werkstattgesprächs möchten wir Perspektiven für eine rassismuskritische und an Diversität interessierte Kulturarbeit in den Blick nehmen, indem wir uns konkret auf Beispiele aus Forschung und Praxis beziehen. Anschließend freuen wir uns auf einen gemeinsamen Austausch.

 

Zu Beginn wird die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Schirmherrin der Veranstaltungsreihe „Aachen postkolonial. Verbindungen. Verflechtungen. Nachwirkungen“ des Bündnisses „Aachen postkolonial“, ein Grußwort halten. 

 

 

Gefördert von VHS Aachen/ Projekt NRWeltoffen.

Weitere Informationen

Organisation

Veranstalter Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen
Leitung Dr. Laura Büttgen
Referent/in

Sibylle Keupen, Aachener Oberbürgermeisterin

 

Marion Gerards, Professorin für Ästhetik und Kommunikation in der Sozialen Arbeit, katho NRW, Abteilung Aachen und Leiterin des Instituts für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung, katho NRW

 

Emilene Wopana Mudimu, Leiterin des Jugend und Kulturzentrums KingzCorner in Aachen, Sozialarbeiterin und Spoken-Word-Künstlerin 

 

Moderatorin 

 

Susanne Bücken, Rassismusforscherin mit den Schwerpunkten Kulturelle 
Bildung, institutioneller Rassismus und Intersektionalität; politische 
Bilderin und Geschäftsführerin des Café Zuflucht

 

Inhaltliche und konzeptionelle 

Mitwirkung

Dr. Laura Büttgen, Bischöfliche Akademie

Susanne Bücken, Rassismusforscherin mit den Schwerpunkten Kulturelle 
Bildung, institutioneller Rassismus und Intersektionalität; politische 
Bilderin und Geschäftsführerin des Café Zuflucht

Richard Gebhardt (VHS Aachen/ Projekt NRWeltoffen)

 

Kosten

  kostenfrei

 

 

Anmeldung

 

Bitte melden Sie sich über den Anmeldebutton auf dieser

Seite an, bei Rückfragen kontaktieren Sie gerne:

 

Frau Anne Schoepgens

  0241/47996-25
  anne.schoepgens@bistum-aachen.de
  Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen
  Anmeldefrist: 29.11.2021

 

Flyer zur Veranstaltungsreihe "Aachen postkolonial. Verbindungen. Verflechtungen. Nachwirkungen"

Veranstaltungsanmeldung 

 

 

Details zur Veranstaltung

 

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